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Bob
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JN58TC
Erfahrung IC-7800??
03.08.2004 um 04:41:13
 
Frage: Hat jemand einen 7800?
           Gibt es Erfahrungsberichte aus dem heimischen      shack?
Haelt der Transceiver das ein, was der Prospekt verspricht?
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df1as
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JO52gg
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Re: Erfahrung IC-7800??
Antwort #1 - 03.08.2004 um 19:12:29
 
23 Reviews (Schnitt 4,7/5) gab es bereits auf www.eham.net, 11 hat man stehen lassen (Schnitt damit "erstaunliche" 5,0/5). Die fehlenden 12 Reviews sind wohl der Zensur zum Opfer gefallen ...

http://www.eham.net/reviews/detail/3971
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df1as
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JO52gg
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Re: Erfahrung IC-7800??
Antwort #2 - 19.08.2004 um 13:31:27
 
Habe seit wenigen Tagen dieses Ungetüm im Shack. Für andere Geräte ist schon wegen der Größe kein Platz mehr.

Vom Pro2 her ist die Bedienung ohne Handbuch möglich. Allerdings sind die Drehknöpfe allesamt anders angeordnet. Etwas umständlich ist die Umschaltung zwischen Main- und Sub-RX. Im Sub-Betrieb hängen auch beide VFO-Knöpfe am Sub-RX - vielleicht gibt's da noch irgendein Menü zum Konfigurieren.

Technisch sicherlich kaum zu toppen: Selbst auf 80 oder 40m kann der Vorverstärker #2 dazugeschaltet werden ohne dass es spratzt. Was ICOM leider immer noch nicht verstanden hat, ist, dass sich der S-Meter-Ausschlag nicht ändern darf, wenn man Abschwächer oder Vorverstärker zuschaltet. Das macht er aber doch - sehr schade. Denn dieses bisschen Korrekturrechnen sollte das Gerät ja aus dem Stand können. So ist eine der wichtigsten Eigenschaften - richtige Rapporte geben können - nur sehr bedingt erfüllt!

Außerdem stimmen die bisherigen Beobachtungen über den Noise Blanker. Zu weit aufgedreht erscheint Phantom-Intermodulation. Ein zwar physikalisch begründetes Phänomen, da noise blanking nur gut und richtig in der time domain erfasst werden kann (also real amplitudenbezogen und weit vorn im RX). Es ist hier also die Frage, an welcher Stelle hier die Sensorik ansetzt. Es gbt zu diesem Thema viele Fachaufsätze. ICOM hat sie vielleicht nicht genug beherzigt. Einen S/W-update soll es diesbezüglich demnächst geben (Herbst). Sensorik und Motorik des NB kann das natürlich nicht ändern. BEvor man weiter vorschnell urteilt, warte ich natürlich diesen Update ab.

Die NF-DSP laufen gewohnt gut. Die unteren KW-Bänder werden direkt zum Klangerlebnis. Auch das Scope mit einigen Raffinessen ist richtig prima.

Der Klang mit abgerundeten Filtern ist der Trapezform ebenbürtig. Dies war beim Pro2 ganz und gar nicht der Fall. Dort war nur das Filter mit geradem Dach annehmbar. Beim 7800 ist je nach Bandsituation mal das eine, mal das andere vorteilhaft. Insgesamt ist dies aber nur mein subjektiver Eindruck. Ob sich messtechnisch da etwas belegen lässt - wer weiß ...

Die 200 Watt TX halte ich für überdimensioniert, soweit es von ICOM nicht eine passende 4 oder 5 kW-Endstufe gibt, die diese Steuerleistung benötigen würde. Eine PW-1 begnügt sich mit ganzen 25 W (80 m) bis etwa 50 W (6 m). Und 3 dB mehr als sonst - dafür steht im Handbuch: 800 VA für TX! Für RX sollen es aber auch schon 200 VA sein!

Das letzte ist ein Punkt, den muss ich unbedingt mal nachmessen. Hoffe, dass der Blindleistungsanteil überwiegt, denn das wäre ja sonst Partystimmung für den Stromzähler (obwohl ich schon einen Tag-/Nacht-Zähler habe).

So, das erstmal in der Kürze. Es gibt bestimmt einen Haufen an Details. Aber ich muss jetzt erstmal die Kasse wieder auffüllen. Einen kleinen Gebrauchtwagen hätte man auch dafür kaufen können.

Vy 73

Kay-Uwe
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df1as
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JO52gg
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Re: Erfahrung IC-7800??
Antwort #3 - 26.08.2004 um 16:48:57
 
Ich habe noch ein paar Kommentare auf

http://www.eham.net/reviews/detail/3971

eingegeben.

Der Punkt mit den absoluten 270°-Drehknöpfen zeigt sich inzwischen etwas anders. Man kann sehrwohl die aktuellen Einstellungen der Drehknöpfe "überschreiben". Heißt also, die Einstellungen werden irgendwie digital zwischengespeichert und später (in der Schaltung) wieder rückgewandelt.

Berührt man aber diese Drehknöpfe wieder, gilt ab dann sofort wieder die absolute Position. Ist also auch nicht das, was man will. Und Servos gibt es auch keine.

Vermutlich will man noch ein paar weitereJahre an alten Zöpfen hängen. Rückstand ICOM-Funkgeräte zu anderen marktgerechten elektronischen Geräten: ca. 10 Jahre. Rückstand aller anderen Funkgerätehersteller: vermutlich 20 Jahre ...

Vy 73 - Kay
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df1as
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JO52gg
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Re: Erfahrung IC-7800
Antwort #4 - 10.09.2004 um 12:57:03
 
Meine bisherige Wunschliste:

* TFT: besserer Ablesewinkel. Ist derzeit leider sehr stark eingeschränkt! Externes Display ist m. E. keine gute Alternative.

* HTML-I/F (Sollte man heutzutage einfach haben!)

* LAN-I/F: Eingabe von Gateways (fehlt derzeit)

* ALLE Drehknöpfe endlos ausführen! (Stört so beim Speichern/Laden/Ändern; Einstellungen schnappen auf Absolutposition zurück!)

* Main/Sub Dial: Im Sub-Betrieb Invertierung ermöglichen!

* Display-Layout: Ohne Sub-Rx umkonfigurieren (derzeit verbleiben alle Sub-Elemente gegraut)

* Sub-RX: Im Sendebetrieb Funktion erhalten (warum soll das eigentlich nicht gehen? Es gibt doch vier Antennendosen!)

* Output-Power: Einstellungen getrennt für jedes Band! (Derzeit gibt's nur eine für alle Bänder, sehr fatal!)

* Meter-Funktionen: ZAHLENWERTE (derzeit nur Nadel-/Balkenanzeigen mit sehr grober Skala; die PA-Spannung hat gerade mal zwei Werte!)

* S-Meter: auch unter S-7 kalibrieren! (Verhungert!)

* S-Meter: Werte korrekturverrechnen für eingeschaltete Abschwächer und Verstärker. Eingabekorrektur für Transverterbetrieb!

* SWR-Meter: Anzeige kalibrieren! (Zeigt derzeit nur ab ca. 100 Watt aufwärts richtig an, darunter "verhungert" die Anzeige!)

* Plug'n'play: Implementieren für PAs und anderes Zubehör (z. B. vollständige Bedienung der PA über den TRX)

Außer drei Punkten ließe sich doch der Rest alles per S/W (Firmware) lösen!

Vy 73
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df1as
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JO52gg
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Re: Erfahrung IC-7800??
Antwort #5 - 25.12.2004 um 13:27:54
 
Leider muss noch ein Manko aufgeführt werden, das diesem Gerät dem VHF/UHF-Enthusiasten vielleicht die Freude nehmen könnte.

Das Gerät hat zwar einen Transverter-Modus, der entweder automatisch, also bei entsprechender äußeren Beschaltung, aktiviert werden kann, oder fest per Menüeinstellung.

In beiden Einstellungen wird die Sendeendstufe abgeschaltet und der HF-Ein- und -Ausgang auf eine getrennte Antennendose geschaltet. Man kann sogar die Frequenzanzeige um einen Offset korrigieren, der bis 99,9... MHz reicht.

* Manko 14 a:

Selbst für den 144-MHz-Bereich reicht der Offset nicht. Die Frequenzanzeige bleibt auf zwei MHz-Stellen beschränkt. Statt 144.300.000 ließe sich nur 44.300.000 darstellen.

* 14 b:

Am gravierendsten ist jedoch, dass der Sender nur auf ganz wenigen MHz funktioniert. Nämlich nur auf den Frequenzen, deren ZF einer göltigen Kurzwellenfrequenz entspricht!

Damit ist dieses Gerät zumindest in den ersten zwei Jahren, solange man von internen Eingriffen während dieser Zeit absehen möchte (bei dem Wert des Gerätes wohl selbstverständlich), für Transverterbetrieb völlig ungeeignet!

Es gibt wie bei fast allen Vorgängern dieses Gerätes gelötete Kodierungen, die darüber entscheiden, ob gesendet werden darf oder nicht. Ausgeliefert werden die Geräte nach Länder-Kode. Auf dem Karton (und kodiert in der Seriennummer) findet man diesen Länder-Kode wieder. EU = #03.

Das Besondere ist noch, dass man mit dem eingegebenen Offset auch überhaupt nicht mehr sieht (und nur schwerlich adhoc wieder rückrechnet), wo man eigentlich ist mit der Frequenz.

Kann man wieder nur hoffen, dass irgendeiner der nächsten Software-Updates Linderung schafft. Letztendlich wird alles in S/W geregelt. Die gelöteten Brücken werden ja selbst von der S/W zu Beginn gelesen und stellen nur einen Default dar.

Auf den Ham-Bändern messe ich ansonsten sehr saubere 0,3 mW Leistung. Auch der Leistungssteller auf der Frontplatte wirkt hierfür. Der untere Wert liegt ca. 20 dB darunter, also bei etwa 3 µW.

Ich werde mal versuchen, ICOM anzuschreiben. Hoffnungen mache ich mir aber erstmal keine.

Frohe Festtage - Kay-Uwe, DF1AS
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