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Neukauf FT-817ND - worauf achten?
09.04.2006 um 17:16:43
 
Hallo,

bin inzwischen etwas verwirrt, was das Endstufensterben des FT-817 betrifft. Auf welche Spannungs-/ Strombegrenzungen sollen denn geachtet werden? Keine Unterspannung (kleiner 7 V und nicht über 12 V?!). Sind denn die bei HD-Elektronic verkauften FT-817NH (HDSS) wirklich rundum geschützt? Lohnt der Aufpreis für diese Modifikation von 50.- Euro? Oder kann man "billiger" selbst etwas tun, um einen FT-817 vor dem bekannten "Sterben" zu bewahren?!
Über Infos wäre ich sehr dankbar!!!
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pofoklempner
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Beiträge: 52

Re: Neukauf FT-817ND - worauf achten?
Antwort #1 - 10.04.2006 um 09:15:25
 
Hallo,

Du hast schon richtig erkannt, dass es mit dem FT-817 zwei Probleme gibt: 1) Überspannung und 2) Unterspannung

zu 1) Der FT-817 (dito IC 703) hat in Treiber und Endstufe MOSFET, die für einen Betrieb mit 7,2 V ausgelegt sind. Im FT-817 kann der Treiber 17 V und die Endstufe 30 V ab. Lege ich also die spezifizierten 16V Betriebsspannung an, so sind die Treiber kurz vor dem Durchbruch, während die Endstufen den thermischen Tod sterben, denn die Ausgangsleistung ändert sich zwischen 9,6 V und 16 V kaum noch, wohl aber die Verlustleistung. Beim FT-817ND sind in Treiber und Endstufe neuentwickelte FETs, die für 30 V Betriebsspannung ausgelegt sind.

Was macht HD mit seiner Schutzschaltung: a) durch eine zusätzlichen Spannungsregler mit Umschaltung wird die Betriebsspannung von Treiber und PA auf einen vernüftigen Wert runtergeregelt, außerdem erhalten Treiber und PA zusätzliche Kühlkörper, eine sinnvolle Angelegenheit, denn bei 6 Grad höherer Sperrschichttemperatur halbiert sich die Lebensdauer eines Halbleiters.

zu 2) Der FT-817 versorgt ständig Treiber und PA mit Spannung, auch wenn das Gerät formal ausgeschaltet ist. Es fließt ständig ein Strom von ca. 15 mA. Hat man nun Batterien im Gerät, so fängt bei ca 7,2V der Treiber an zu schwingen und die PA wird ausgesteuert. Diese ist jedoch nicht abgeschlossen, da der TRX ja auf RX steht. Nun ist es nur eine Frage der Zeit (Qualität der Batterien) bis Treiber oder PA sich verabschieden. Der FT-817ND hat jetzt neue FET für Treiber und PA. Es ist bisher kein Fall bekannt geworden, wo nachweislich das Schwingen wieder aufgetreten ist. Schmerzlich mussten einige OMs feststellen, dass auch mit einer neuen PA dieser Effekt weiter auftritt, weil die Ursache(Treiber) nicht beseitigt ist.

Was kann man also machen: 1) Keine Batterien ist Batteriefach und wenn doch, sofort nach Gebrauch entfernen, d.h. nur Betrieb mit externen Batterien.
2) Keine externe Betriebsspannung über 11V. Zusätzliche Kühlkörper für Treiber und PA.

Wer also einen neuen FT-817ND mit Garantie erwirbt, sollte sich von HD die Schutzschaltung einbauen lassen und ist damit auf der sicheren Seite. HD gibt lebenslange Garantie auf die PA-FETs.

vy 73 Gerd DM2CDB
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pofoklempner
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Re: Neukauf FT-817ND - worauf achten?
Antwort #2 - 11.04.2006 um 08:42:59
 
Hallo Ralf,

besten Dank für Deine PN. Bezüglich der Batterien muss jeder selbst einschätzen, ob er die Disziplin aufbringt, diese nach jedem Betrieb wieder rauszunehmen. Da ist es sicher einfacher, nur externe Batterien zu verwenden und diese nach Gebrauch abzuziehen. Ich habe mir von HD bei der Reparatur von Treiber und PA zumindestens die Kühlkörper einbauen lassen.

Denke aber daran, dass auch kurzzeitige Spannungsspitzen (Betrieb an KfZ-Steckdose, Lichtmaschine, Netzteil) bereits reichen, die FETs zu zerstören. Hier helfen Transildioden entsprechender Spannung oder die HD-Schutzschaltung. Den freien Platz im Batteriefach kann man sinnvoll nutzen, indem man den ATU T1 von Elecraft dort einbaut.

vy 73 Gerd DM2CDB
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dg2iaq
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DG2IAQ - Jochen Heilemann

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Re: Neukauf FT-817ND - worauf achten?
Antwort #3 - 11.04.2006 um 10:47:34
 

Hallo Ralf.

Wenn Du z.B. 2 externe schnellladefähige (Modellbau-)Akkupacks einsetzt, kannst Du 24h-Nonstop-Betrieb machen und durch das Wegstecken nach dem Betrieb ist auch die Entladegefahr gebannt.

z.B.  2x  10,8V/3.000mAh

Derzeit schleppe ich noch meinen 12V/7,2Ah Bleiakku mit rum, doch die beiden Akkupacks nehmen weder viel mehr Platz weg, noch sind sie zusammen schwerer als der Bleiakku.

Schnellladegeräte gibt es für 12V- (Kfz, Fieldday) sowie für 220V-Anschlüsse, oder manche haben sogar beides. Innerhalb 0,5 - 1 Std. ist der Akkupack nachgeladen. In der Zeit hast Du den zweiten Akku noch nicht mal annähernd leergefunkt.

Zum Vergleich, bei internen FT-817-Akkus mit mehr als 1.400mAh (und nur solche machen Sinn) wäre der Ladezyklus bis zu 2x 10 Std. ! Da reicht nicht mal eine Nacht ! Habe diesen Mist im Dänemark-Urlaub 2003 mitgemacht, ebenso in Madeira 2004. Nie wieder !!

Es gibt zwar von W4RT einen Umbausatz, sodass mit einer nachgerüsteten Ladebuchse auch die internen Akkus schneller geladen werden können, doch beim typischen Schnellladen werden die Akkus heiß, ...einen Zustand den ich ungern im FT-817-Gehäuse hätte, ...hi.


73,

Jochen (DG2IAQ)

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