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DH1PU
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Stromversorgung....wie denn nun?
11.09.2005 um 11:18:33
 
Das scheint ein leidiges Thema zu sein. Zuviel ist genau so ungesund wie zuwenig...und was ist nun richtig?
Mein 817 ND ist nagelneu. Mein Händler empfiehlt, nein er rät sogar vom Betrieb mit normalen Batterien ab. Nun gut, mit neuen Akku der Grösse 2500mAh dürfte das Betreiben auch sicher gut funktionieren. Erfahrungswerte habe ich noch keine, die sind erst Samstag gekommen und laden noch...Der Hersteller spricht von 8 bis 16 Volt. So einige im Forum empfehlen, mit der Aussenstromversorgung nicht unter die 8 Volt zu geraten. Die erreicht man jedoch schon recht schnell im Betrieb bei FM mit meinen bisherigen internen 8 je 1600mAh Akku. Wenn nun 14 Volt schon zuviel sein soll...die ideale Lösung scheint mir dann ein Modellbauakku mit 9 Zellen, 10,8 Volt zu sein. Zum einen gibt es die fertig konfektioniert und zum anderen auch günstig und mit mittlerweile 3,6Ah. Etwa eine Stunde nach dem Laden hat der so knapp über 12 Volt. das müsste doch dann sowohl der Über - als auch der Unterspannung keine Probleme bereiten. Liege ich da richtig? Und was passiert dann mit den internen Akku...werden die gleichzeitig geladen?
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dl5za
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Re: Stromversorgung....wie denn nun?
Antwort #1 - 07.02.2006 um 10:28:22
 
Hallo Zusammen, die internen Akkus werden mit ca.15mA gepuffert(grüner Draht getrennt)Beim Laden nach Zeit fliessen ca. 190mA. Ich speise den 817 mit 13,8V aus einem Netzteil oder dann portabel aus dem paralell zum Netzteil liegenden 12V 7,2Ah Bleigelakku. Das zu meinen Erfahrungen. 73 de Reinhard DL5ZA
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pofoklempner
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Re: Stromversorgung....wie denn nun?
Antwort #2 - 10.02.2006 um 10:42:25
 
Hallo Reinhard,

Deine Ausführungen sind ok. Das Problem kommt aber erst, wenn Du Deinen Akku voll laden willst. Mit der einfachen Ladeschaltung des FT-817 mit Zeitsteuerung klappt das nicht.

Theoretische Ausführungen zur Veränderung der Ladeschaltung, um auch größere Akkus laden zu können, findest Du unter
http://www.817-onair.de/viewtopic.php?t=37.

In der Praxis ändert sich der Ladestrom mit der Betriebsspannung (Strom ändert sich prozentual mehr als die Spannungsänderung) und steigt mit der Temperatur des Ladetransistors. Unter solchen Umständen kann ich die interne Ladeschaltung nur als Notbehelf akzeptieren, denn der Ladezustand ist ein reines Lotteriespiel, da keine Ladezustandsüberwachung erfolgt. Nicht umsonst liefert Yaesu ein externes Ladegerät mit.

Am besten ist eine Ladung der Einzelzellen, alles andere führt relativ schnell  zum Akkudefekt.

vy 73 Gerd, DM2CDB
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dl5za
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Re: Stromversorgung....wie denn nun?
Antwort #3 - 10.02.2006 um 10:58:46
 
Hallo Gerd, soviel ich weiß ist im FT817 eine Konstantstromquelle, eingestellt mit dem (ich denke) 4,7Ohm Widerstand, also ist der Ladestrom damit unabhängig von der Versorgungsspannung(13,8V oder so vorausgesetzt) und irgendwann werden die Akkus auch voll, mal abgesehen  von der auch möglichen Überladung wegen der fehlenden Überwachung des Ladezustands. Das das eine "armselige" Schaltung ist will ich garnicht bestreiten.
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pofoklempner
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Re: Stromversorgung....wie denn nun?
Antwort #4 - 10.02.2006 um 14:37:10
 
Hallo Reinhard,

natürlich hat der FT-817 eine Konstantstromquelle, aber Du solltest sie mal praktisch messen und dabei die Betriebsspannung ändern und auch mal längere Zeit den Strom fließen lassen, dann wirst Du Dich wundern. Habe auch mal an das Märchen von der "Konstantstromquelle" geglaubt.

Ausführungen zu möglichen Ladezeiten und Modufikationen stehen in meinem Bericht.

vy 73 Gerd, DM2CDB
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df1as
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Re: Stromversorgung....wie denn nun?
Antwort #5 - 12.02.2006 um 01:05:44
 
Was sind das denn für Akkus?

Für die alte Generation Akkus, also Ni/Cd, ist ein Konstantstrom zum Laden übrigens überhaupt nicht gut! Selbst die uralten ICOM-Ladegeräte, wie z. B. die zum IC-215/IC-202, hatten bereits eine eingebaute Sinus-Überlagerung. Pulsen wäre auch allemal besser als mit Konstantstrom zu laden.

Bei Ni/MH ist mehr das Überladen kritisch. Und Li/Ionen wäre noch viel komplizierter zu handhaben. Die brauchen eigentlich immer eine eingebaute Elektronik zur Überwachung.

Im Grunde ist das schon traurig, was sich diese Funkgeräte-Firmen auf dem Akku-Sektor so erlauben dürfen. Weit weg vom Stand der Technik jedenfalls.
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hb9pjt
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Re: Stromversorgung....wie denn nun?
Antwort #6 - 12.02.2006 um 12:00:04
 
Ich dachte immer, dass NiCd und NiMH mit Konstantstrom geladen werden. Etwas anderes ist mir neu. Gibt es da weitere Infos zum Thema Laden mit Sinusüberlagerung?

73, Peter
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df1as
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Re: Stromversorgung....wie denn nun?
Antwort #7 - 13.02.2006 um 12:56:15
 
Impulsladung (Reflexladeverfahren)

Bei diesem patentierten Verfahren werden an Stelle von Gleichstrom Stromimpulse zur
Ladung verwendet. Nach jedem Ladeimpuls wird ein kurzer Entladeimpuls (ca. 2,5facher
Ladestrom) eingefügt (Glur Ladeverfahren). Dadurch wird die Strukturierung des
Elektrodenmaterials günstig beeinflußt, die Lebensdauer verlängert
und die Spannungsreduzierung (Memoryeffekt) unterdrückt.

Quelle: http://horst-lehner.mausnet.de/efaq/kapitel/Stromversorgung.html
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df1as
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Re: Stromversorgung....wie denn nun?
Antwort #8 - 13.02.2006 um 13:01:16
 
Bei den uralten ICOM-Ladegeräten (BC-20, BC-30) wird nicht gepulst, dafür wird eine Schwingung überlagert. Welche Kurvenform nun tatsächlich am günstigsten ist, wird sicherlich heute noch erforscht ...

Zum anderen gibt es heute ja fast überall die weit besseren Li/Ionen-Akkus. Und die eingebaute Elektronik kostet im Grunde auch nur Pfennige, sry Cents.
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hb9pjt
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Re: Stromversorgung....wie denn nun?
Antwort #9 - 13.02.2006 um 13:11:41
 
Bei einer Nennung im Google bei der Suche nach "Glur Ladeverfahren" und dieser knappen Info in der genannten Page scheint es mir leider schwierig, mich zu orientieren und dieses Ladeverfahren als ernsthafte Variante kennen zu lernen.
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dc4lo
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Re: Stromversorgung....wie denn nun?
Antwort #10 - 13.02.2006 um 13:58:16
 
Hallo Peter,
schau doch mal auf die Seite http://www.aero-hg.de/refllad2.htm . Dort sind auch Beispielschaltungen aufgezeigt.

Vy 73 de Gerhard
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hb9pjt
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Re: Stromversorgung....wie denn nun?
Antwort #11 - 13.02.2006 um 15:12:04
 
Hallo Gerhard

Besten Dank für den Link. Ist interessant. Was ich da aber nicht sehe, ist etwas mehr Theorie über das, was der Zelle zu mehr Leben verhilft oder wenigstens eine ausführliche Erklärung und ev. Versuchsergebnisse. Die Sache ist mir immer noch sehr misteriös.

Als kleiner Junge konnte ich Zink Kohle Batterien auch aktivieren, indem ich sie auf die Heizung legte. Dann haben sie jeweils nochmals etwas Saft geliefert... Das gleiche passiert, wenn man sie ladet. Die damit erzeugte Wärme aktiviert den chemischen Prozess nochmals ein bisschen.  Der Hinweis zum Memoryeffekt in der NiCd scheint mir nicht vergleichbar. Denn die Oxydschicht der Zinkzelle ist an der Oberfläche und der Memoryeffekt ist unter der Oberfläche in der massiven Elektrode.

Wie diese Ladungsart einen NiCd oder NiMH zu längerem Leben verhelfen soll, das ist mir immer noch nicht verständlich.

73, Peter - HB9PJT
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dc4lo
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Re: Stromversorgung....wie denn nun?
Antwort #12 - 13.02.2006 um 19:03:39
 
Hallo Peter,
das Zauberwort bei Google heisst REFLEXLADEN. Da gibt es dann viele Antworten und eine der UNI-Graz ist hier:
http://www.pictureland.de/wissen_01pro.htm#Irrt%FCmer%20der%20Ladetechnik
Wenn das alles stimmt, was der Professor schreibt, kann man alle Erfahrungen über Akkus bei Seite legen.

Vy 73 de Gerhard Grinsend
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df1as
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Re: Stromversorgung....wie denn nun?
Antwort #13 - 13.02.2006 um 19:32:18
 
http://www.pictureland.de/wissen_01pro.htm#Irrt%FCmer%20der%20Ladetechnik

Das ist 'ne reine Verkaufsveranstaltung für "CCS", oder?
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hb9pjt
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Re: Stromversorgung....wie denn nun?
Antwort #14 - 13.02.2006 um 19:42:52
 
Gerhard, sieser Link sagt, dass solche Pulsladungen mit Kurzentladungen SCHLECHT sind für den Akku. Also genau die gegenteilige Meinung! Habe ich jetzt etwas falsch verstanden?

IRRTUM: Pulsladen

Es wird behauptet, daß das Laden mit kurzen und hohen Strompulsen, wie beim Pulsladen den Memoryeffekt verhindern und die Lebensdauer des Akkus erhöhen könne. Jedoch hat die Stromform beim Laden keine so hohe Bedeutung wie beispielsweise das Überladen. Ungünstig ist die quadratisch höhere Verlustleistung (Pv = I2x R). Dementsprechend entstehen bereits bei einem Puls/Pausenverhältnis von 1:3 die neunfach höheren Energieverluste. Hohe Stromimpulse belasten den Akku


4. IRRTUM: Reflexladen

Dem Reflexladen (= neg. Entladeimpulse während des Ladens) werden wundersame Effekte zugebilligt. Der positive Effekt wird damit erklärt, dass angeblich damit

a) die Gasung verhindert
b) einer Überladung vorgebeugt
c) die Dendritenbildung verhindert
d) der MemoryEffekt vermieden und
e) die Lebensdauer erhöht werden sollte.


Es gibt mehrere Gründe, die aus physikalischen und elektrochemischen Grundprinzipien berechtigte Zweifel an diesen Erklärungen aufkommen lassen.

1) Gasung tritt erst bei Überladung auf. Die negativen Stromimpulse werden aber von Anbeginn und während der gesamten Ladezeit angewendet.
2) Gasblasen sind hochohmig. Kurze, hohe Ströme können nur durch die niederohmigen
Strompfade des Elektrolyten und nicht durch die hochohmigen Gasbläschen fließen.
3) Gase lassen sich nicht in wenigen Millisekunden in wässrige Elektrolyte zurückwandeln.
4) Die elektrische Zeitkonstante ist so hoch, dass kurze Stromimpulse an der Faraday'schen Kapazität des Akkumulators geglättet werden und so nicht mehr in Erscheinung treten. Der Effekt des Reflexladens beruht daher im Wesentlichen auf einer Reduktion des mittleren Ladestromes bei gleichzeitig erhöhter Ripple- bzw. Wechselimpuls-Strombelastung. Die Lebensdauer wird dadurch nicht erhöht. Letztendlich bleibt nur der viel größere technische Aufwand in der Leistungsstufe Energieverschwendung und Akkubelastung übrig. Reflexladen: Zweifelhafte Wirkung

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